• Oszilloskope

    Beratung

    Wissenswertes Oszilloskope
  • |
  • Netzgeräte
    Stromversorgung inkl. Multimeter gratisWissenswertes zu Labor-Stromversorgungen
  • |
  • Labor-Messgeräte
    Spektrumanalysatoren von 3 Hz bis 110 GHz
    Applikationschriften Messtechnik
  • |
  • Multimeter
    TRMS-Multimeter U1241C / U1242C
    Wissenswertes Multimeter
  • |
  • Thermografie
    Stationäre Wärmebildkamera ETS320

    Wissenswertes Thermografie
  • |
  • Prüfgeräte

    KT1885B-Sicherheitstester
    Wissenswertes Prüfgeräte VDE

  • |
  • Tools
    Hochpräzise Werkzeuge, Zangen, Pinzetten und Elektro-Schrauber von Weller/Erem
    Wissenswertes Löten und Absaugen
  • |
  • Seminare
    Aktuelle Seminartermine jetzt buchen
    Seminare von dataTec
  • |
  • Info

Pflichtprüfungen VDE

Prüfgeräte VDE für Pflichprüfungen nach DIN-VDE Normen / DGUV Vorschrift 3 (ehem. BGV // A3)

Pflichtprüfungen nach DIN-VDE-Norm / DGUV Vorschrift 3 (ehem. BGV // A3)

Für einen effektiven Personen- und Sachschutz sind Sicherheitsbestimmungen erlassen worden, um entsprechende Unfälle und Beschädigungen zu vermeiden. Die vom Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) erarbeiteten Bestimmungen werden per Gesetz oder durch entsprechende Verordnungen zu allgemein anwendbaren Regelungen, die den Betrieb und die erforderlichen Sicherheitsbestimmungen bei elektrischen Anlagen, seien sie ortsgebunden oder ortsveränderlich, festlegen. Nicht nur Aus- und Durchführungsbestimmungen werden hier festgelegt sondern auch die notwendige messtechnische Überprüfung mit den anzufertigenden Prüfprotokollen.

Die grundlegenden Normen sind:

  • DIN-VDE 0100 „Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen und Installationen"
  • DIN-VDE 0701-0702 „Prüfung von ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln"
  • DIN-EN60204-1 (entspricht VDE 0113-1) „Prüfungen an Maschinen, Systemen und deren Anlagen"

So ist z. B. nach diesen Normen die „Verpflichtung zur Prüfung" festgelegt als auch die Voraussetzung zur „Befähigung der Prüfperson" nach der Betriebssicherheitsverordnung.

Die grundlegenden DIN-VDE-Normen

Die verschiedenen Normen richten sich nach dem jeweiligen Betriebsmittel bzw. der jeweiligen Anlage wobei die „Anlage" für einen Zusammenschluss von elektrischen Betriebsmitteln steht. Als elektrische Betriebsmittel werden wiederum alle Arbeitsgeräte die mit Strom betrieben werden bezeichnet.
 
Gegenstand der verschiedenen Prüfpflichten sind die sich zu bestimmten Fristen wiederholenden Prüfungen zur Erhaltung des ordnungsgemäßen Zustandes der elektrischen Anlagen und Betriebsmittel.

Aufbau und Anwendung der DIN-VDE-Normen

Charakteristisch für diese Gesetze, Normen und Verordnungen ist, dass sie in mehreren Hierarchieebenen ineinander greifen.

Die Ausführungen sind teils sehr detailliert wie z. B. die Festlegung

  • des Anwendungsbereiches der einzelnen Verordnung,
  • der Reihenfolge der Prüfungen,
  • des Prüfablaufs,
  • Besichtigung Geräteprüfung,
  • Liste der geforderten Prüfungen wie:
  • Messung des Schutzleiterwiderstandes,
  • Messung des Isolationswiderstandes,
  • Messung des Schutzleiterstromes,
  • Messung des Berührungsstromes,
  • Messung des Ersatzableitstromes,
  • der Prüffristen an elektrischen Geräten (Richtwerte)

Auch derartige Punkte werden beschrieben bzw. festgelegt:

  • Wie hat ein Notstopp und der Wiederanlauf einer Maschine zu erfolgen
  • Wie ist der Massebezug innerhalb einer Maschine geregelt
  • Wie sind die Bedingungen zum verlegen von Versorgungskabeln
  • EMV-Bestimmungen nach IEC61000-6-1/-2/-3/-4 regeln die Bedingungen für die Störaussendung und Störfestigkeit

Umsetzung der Prüfungen

DIN-VDE 0100 - Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen und Installationen: Ortsfeste elektrische Betriebsmittel sind zum Beispiel Beleuchtungsanlagen, Kühlschränke, Herde, Durchlauferhitzer/Boiler, Wasserspender, Lufterfrischungsgeräte, Klimaanlagen usw. und elektrische Installationen in Gebäuden wie z. B. Steckdosen, Stromleitungen, Datenleitungen, Sensoren usw.

DIN-VDE 0701-0702 - Prüfung von ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln: Diese sind zum Beispiel PC-Arbeitsplätze, Drucker, Monitore, Kartenlesegeräte, Telefonanlagen, Fax, Kopiergerät, Scanner, Stereoanlage, Mikrowelle, Wasserkocher, Kaffeemaschine, Mehrfachsteckdose, Lötkolben, Verlängerungsleitung, Handbohrmaschine, Laborgeräte, Tisch/Stehlampe usw. Hierzu zählen auch private Geräte welche im Unternehmen genutzt bzw. betrieben werden.

DIN-EN60204-1 (entspricht VDE 0113-1) - Prüfungen an Maschinen, Systemen und deren Anlagen: Die elektrischen Ausrüstungen von Industriemaschinen sind gemäß „Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V." (DGUV) Vorschrift 3 (vormals Berufsgenossenschaftliche Vorschrift (BGV) A3) regelmäßig zu überprüfen, wobei zwischen stationären und nicht stationären Anlagen unterschieden wird.

Stationäre Anlagen sind solche, die mit ihrer Umgebung fest verbunden sind, z. B. Installationen in Gebäuden, Baustellenwagen, Containern und auf Fahrzeugen. Diese Installationen sind z. B. Steckdosen, Stromleitungen, Datenleitungen usw.

Nicht stationäre Anlagen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie entsprechend ihrem bestimmungsgemäßen Gebrauch nach dem Einsatz wieder abgebaut (zerlegt) und am neuen Einsatzort wieder aufgebaut (zusammengeschaltet) werden. Hierzu gehören z. B. Anlagen auf Bau- und Montagestellen, fliegende Bauten.

Anforderungen an die Unternehmen

Ist man sich seiner Pflicht zur Prüfung bewusst und im Klaren darüber was geprüft werden muss stehen einem Unternehmer mehrere Handlungsalternativen zur Auswahl. Je nach Unternehmen sind unterschiedliche Betriebsmittel und Anlagen im Einsatz und dementsprechend finden unterschiedliche DIN-VDE-Normen mit verschiedensten Anforderungen an das jeweilige Unternehmen ihre Anwendung. Daraus resultiert, dass sich die zur Prüfung verpflichtenden Unternehmen unter anderem mit folgenden Aufgabenstellungen befassen müssen:

  • Wer soll und kann die Prüfung durchführen - beauftrage ich einen Dienstleister oder prüfe ich selbst?
  • Welche Voraussetzungen muss mein Personal erfüllen um die entsprechenden Prüfungen durchführen zu dürfen?
  • Welche Messgeräte und Prüfgeräte benötige ich für meine Anforderungen?
  • Welchen Prüfablauf lege ich fest und wie dokumentiere ich diesen am besten?
  • Wie optimiere ich die Wirtschaftlichkeit der Prüfungen?

Voraussetzung zur „Befähigung der Prüfperson" - Wer darf die Pflichtprüfungen durchführen?

Je nach anzuwendender DIN-VDE-Norm ist ein anderer Ausbildungsstand des Prüfers erforderlich. Demnach müssen die meisten Prüfungen durch eine sogenannte Elektrofachkraft durchgeführt werden.

Als Elektrofachkraft werden in deutschsprachigen Ländern Personen bezeichnet die elektrotechnische Arbeiten ausführen und überwachen dürfen. Dabei gibt es in Deutschland nur wenige Elektrofachkräfte die nicht eine klassische elektrotechnische Ausbildung besitzen. Abhängig von dem zu prüfenden Betriebsmittel bzw. der zu prüfenden Anlage sowie der Art der Prüfung kann auch eine sogenannte elektrotechnisch unterwiesene Person (EuP) oder sogar der Benutzer, bei Verwendung geeigneter Messgeräte und Prüfgeräte, befähigt zur Prüfung sein.

Demzufolge kann die Investition in entsprechende Messgeräte und Prüfgeräte den als Prüfer zulässigen Personenkreis signifikant erweitern und damit neues Personal bzw. die weitere Ausbildung von vorhandenem Personal erübrigen. Des Weiteren kann hierdurch die Beauftragung eines externen Dienstleisters zur Durchführungen der Prüfungen entfallen.

Pflichtprüfungen DIN-VDE mit einem vollautomatischen Prüfablauf

Unternehmen der Elektrotechnik und Elektronik Branche (z. B. Hausgerätehersteller, Elektrowerkzeughersteller, Leuchtenindustrie, Maschinenbau, Transformatorenhersteller, Automobilzulieferer, Kabelhersteller etc.) müssen aufgrund ihrer Produkte schnelle Stück- und Serienprüfungen nach DIN-VDE-Norm durchführen. Um die notwendigen Pflichtprüfungen vornehmen zu können ohne extra Elektrofachkräfte dafür einstellen oder ausbilden zu müssen gibt es Geräte mit vollautomatischem Prüfablauf. Durch deren einfache Handhabung und Bedienbarkeit, sowohl in der Durchführung der Messungen als auch bei der Dokumentation der Prüfergebnisse, kann und darf ein Benutzer bzw. eine entsprechend unterwiesene Person die Prüfungen vornehmen. Durch die Automatisierung verkürzt sich zudem die Dauer der Durchführung einer Prüfung was sich wiederum positiv auf den gesamten Produktionsablauf und dessen Wirtschaftlichkeit auswirkt.

Messgeräte und Prüfgeräte mit vollautomatischem Prüfablauf können für die entsprechende Prüfung so konfiguriert werden, dass der Prüfer vereinfacht gesagt über „Knopfdruck" das Prüfergebnis in Form von einer „In Ordnung"- oder „Nicht in Ordnung"-Aussage geliefert bekommt und das notwendige Prüfprotokoll sowie der notwendige Prüfaufkleber durch einen weiteren „Knopfdruck" erstellt wird.

Gerätetypen nach Einsatzgebiet und DIN-VDE-Norm

In den DIN-VDE-Normen werden Prüffristen vorgegeben diese jedoch nur den spätesten Zeitpunkt der Prüfung vorgeben. Grundsätzlich sind die Zeitabstände zwischen den Prüfungen so zu bemessen, dass entstehende Mängel, von denen ausgegangen werden muss, rechtzeitig erkannt werden.

Sicherheits- und Funktionsprüfgeräte für Stück- und Serienprüfung nach VDE. Ableitstrom-, Isolations-, Hochspannungs-, Durchgangs- und Schutzleiterprüfung
 

Stationäre Sicherheits und Funktionsprüfungen: VDE 0100 und VDE 0701-0702

Für Herstellernomen DIN-EN 60950, 60335, 61010 für die Erstprüfung von Geräten. Ermöglich die schnelle Prüfung in der Produktion mit großer Stückzahl und daher ideal für Stück- und Serienprüfungen.

Prüfgeräte VDE Normen 0701-0702 / 0751 / IEC62353 / 0544-4 (ortsveränderliche Betriebsmittel / Geräte). DGUV Vorschrift 3 (BGV A3)
 

Prüfung ortsveränderliche Betriebsmittel: VDE 0701-0702

Für Messungen mit manuellem oder vollautomatischem Prüfablauf, als  Wiederholungs- oder Instandsetzungsprüfung nach DIN VDE 0701-0702 für  mobile Kleingeräte, Verlängerungen und Steckdosenverteiler, sowie nach DIN VDE 0751 / IEC 62353 MPG für medizinische Geräte.

Prüffristen: Richtwert nach 6 Monaten (auf Baustellen nach 3 Monaten), Maximalwerte auf Baustellen, in Fertigungsstätten und Werkstätten oder unter ähnlichen Bedingungen nach 1 Jahr, in Büros oder unter ähnlichen Bedingungen nach 2 Jahren.

Prüfgeräte für Ihre Pflichtprüfungen für die aktuellen VDE Normen 0100 - Prüfung ortsfester elektrischer Installationen und Anlagen
 

Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen und Installationen (Gebäudeprüfungen): VDE 0100

Für die Erst-, Wiederholungs- und Instandsetzungsprüfungen nach DIN-VDE 0100 / IEC 60364-6 an Starkstromanalgen mit Nennspannungen bis 1.000 V.

Prüffristen: Elektrische Anlagen und ortsfeste Betriebsmittel auf ordnungsgemäßen Zustand prüfen - spätestens alle 4 Jahre. Errichten von Niederspannungsanlagen; Anforderungen für Betriebstätten, Räume und Anlagen besonderer Art auf ordnungsgemäßen Zustand prüfen - spätestens nach 1 Jahr.

Prüfgeräte für Ihre Herstellerprüfungen und Prüfungen nach dem Medizinproduktegesetz (MPG) nach VDE-Norm 0751
 

Herstellerprüfungen und Medizinproduktegesetz (MPG): VDE 0751

Für Herstellernormen DIN EN 60950, 60335, 61010 für die Erstprüfung von Geräten. Sowie für Herstellernormen Medizinproduktegesetz MPG DIN EN 60601 und IEC 601 für die Erst-, Wederholungs- und Reparaturprüfung an medizinischen Geräten.

Prüffristen: Wenn gegeben nach Herstellervorgaben, ansonsten in angemessenen Fristen (nach Erfahrung/Mängelhäufigkeit) jedoch spätestens nach 2 Jahren.

Prüfgeräte für Ihre Pflichtprüfungen an Schweißgeräten nach VDE-Norm 0544
 

Prüfungen an Schweißgeräten: VDE 0544

Wiederholungs- und Reparaturprüfungen an Lichtbogenschweißeinrichtungen an Lichtbogenschweißeinrichtungen nach DIN-VDE 0544-4 / IEC 60974-4

Prüffristen: Inspektion und Prüfung während des Betriebes: regelmäßige Inspektion und Prüfung durch Sichtprüfung, elektrische Prüfung, Funktionsprüfung und Dokumentation. Die regelmäßigen Abstände sind so zu bemessen, dass der Anwender nicht gefährdet wird.

Prüfgeräte für Ihre Pflichtprüfungen: Zur schnellen und sicheren Prüfung von elektrischen Ausrüstungen und Systemen von Maschinen nach VDE 0113 - EN60204-1

Prüfung von Maschinen, Systemen und Anlagen: VDE 0113-1

Für Erst-, Wiederholungs- und Instandsetzungsprüfungen nach DIN VDE 0113 / DIN EN 60204. Sowie für die Feststellung der elektrischen Sicherheit und der elektrischen Ausrüstung innerhalb eines Maschinensystems.

Prüffristen: Elektrische Anlagen und ortsfeste Betriebsmittel auf ordnungsgemäßen Zustand prüfen - spätestens alle 4 Jahre.

dataTec-Akademie - Seminare und Veranstaltungen rund um die Messtechnik und Prüftechnik

Mit diesem Überblick zum Thema „Pflichtprüfungen nach DIN-VDE-Norm / DGUV Vorschrift 3 (ehem. BGV // A3)" möchten wir die Wichtigkeit dieser Bestimmungen mit den notwendigen Prüfungen unterstreichen, Anforderungen an Unternehmen aufzeigen und mögliche Lösungen vorstellen. Eine umfangreiche und detaillierte Einführung in die jeweiligen VDE- und EN-Normen bietet dataTec im Rahmen der dataTec-Akademie in Verbindung mit dem TÜV-Süd und dem etz Stuttgart (Elektro Technologie Zentrum Stuttgart) oder dem Bildungszentrum Elektrotechnik Hamburg, BZE, in speziellen Seminaren an. Für jede Norm wird ein passendes Seminar angeboten um sich mit dem Thema eingehend befassen und individuell auf die Anforderungen in den Unternehmen der Teilnehmer eingehen zu können.

Unsere Spezialisten stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, um das für Sie richtige Prüfgerät zu finden.

Prüfgeräte VDE ProduktauswahlMesstechnik-Beratung-TelefonUnverbindliche Termin zur Live-Demo vor Ort vereinbaren

dataTec - Ihr Spezialist für Messgeräte und Prüfgeräte
Ferdinand-Lassalle-Str. 52  |  D-72770 Reutlingen

Praxiserfahren. Ehrlich. In Ihrer Nähe durch bundesweite Vertriebsbüros.

Kontakt über die Zentrale in Reutlingen:
Telefon: +49 7121 / 51 50 50  |  Telefax: +49 7121 / 51 50 10  |  E-Mail: info@datatec.de

 

nach oben